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OSG-Fraktur, Weber B

AO/OTA 44B

Transsyndesmotisch, bimalleoläre Variante

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Die häufigste Sprunggelenksfraktur: eine kurze Schrägfraktur der Fibula, die auf Höhe der Gelenkebene beginnt und von anterior-inferior nach posterior-superior verläuft. Die Stabilität hängt von der medialen Seite ab: Ist das Lig. deltoideum rupturiert oder der Malleolus medialis frakturiert, verschiebt sich der Talus aus der Gabel.

Bimalleoläre Luxationsfraktur, AP
Bimalleoläre Luxationsfraktur, AP. Beide Malleolen sind gebrochen und der Talus ist luxiert: sofort reponieren, um die Haut zu schützen. — Steven Fruitsmaak, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons.

Mechanismus

Supination–Aussenrotation (Lauge-Hansen SER): Der Fuss ist fixiert und das Bein rotiert nach innen.

Klinik

Bildgebung

Klassifikation

44B1
Isolierter Malleolus lateralis (B1.1) oder mit Ruptur des Lig. deltoideum.
44B2
Mit Fraktur des Malleolus medialis (bimalleolär).
44B3
Mit Malleolus medialis und posterior (trimalleolär).
Lauge-Hansen SER I–IV
I vordere Syndesmose, II Fibula, III Malleolus posterior/hintere Syndesmose, IV Malleolus medialis oder Lig. deltoideum.

Typen in 3D

44B1
Isolierte transsyndesmale Fibulafraktur, mediale Seite intakt: Die Malleolengabel ist stabil. Walker-Orthese; im Zweifel Stressaufnahme.
44B2
Mit medialer Läsion: Fraktur des Malleolus medialis (bimalleolär) oder Ruptur des Lig. deltoideum. Der Talus folgt der Fibula aus der Malleolengabel: operativ versorgen.
44B3
Mit medialer Läsion und posterolateraler Fraktur der Tibia (hinterer Malleolus, Volkmann): trimalleolär. Der Talus kann nach posterior subluxieren; grosse hintere Fragmente versorgen.

Behandlung

Stabil (isoliert, Stresstest negativ)
Walker, Belastung nach Massgabe der Beschwerden für 6 Wochen. Röntgenkontrolle nach 1–2 Wochen zur Bestätigung der Gabelstellung.
Instabil (bi-/trimalleolär oder Deltoid-Äquivalent)
Offene Reposition und interne Fixation: Zugschraube plus Drittelrohr-Neutralisationsplatte (lateral) oder posterolaterale Antiglide-Platte an der Fibula; Malleolus medialis mit zwei Spongiosaschrauben mit Teilgewinde oder Zuggurtung. Die Syndesmose intraoperativ testen (Hook-/Cotton-Test) und bei Instabilität fixieren. Grosse Fragmente des Malleolus posterior fixieren.

Nachbehandlung

Teil- oder frühe Belastung je nach Knochenqualität und Osteosynthese; Diabetiker und Patienten mit Neuropathie benötigen einen längeren Schutz.

Komplikationen

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