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Patellaluxation

Seitlich

MPFL-Ruptur · osteochondrale Fraktur

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Die Patella gleitet aus der Trochlearinne, fast immer nach lateral, und zerreisst das mediale patellofemorale Ligament (MPFL). Typisch bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen, besonders bei flacher Trochlea oder Patella alta.

Laterale Patellaluxation, Knie AP
Laterale Patellaluxation, Knie AP. Pfeil: die Patella liegt lateral des Femurkondylus, ausserhalb der Trochlea. — James Heilman, MD, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons.

Mechanismus

Drehbewegung bei fixiertem Fuss und leicht gebeugtem Knie in Valgusstellung (Sport, Tanz). Seltener ein direkter Anprall.

Klinik

Bildgebung

Klassifikation

Erstmalig vs. rezidivierend
Risikofaktoren
Trochleadysplasie (Dejour), Patella alta (Caton–Deschamps), TT–TG-Abstand > 20 mm, Valgus, femorale Antetorsion, Laxität.

Typen in 3D

Laterale Luxation
Die Patella luxiert fast immer nach lateral, bei leicht gebeugtem Knie und nach innen drehendem Bein über dem fixierten Fuss. Das mediale patellofemorale Ligament (MPFL) reisst. Reponiert sich oft beim Strecken des Knies.
Mit osteochondraler Fraktur
Beim Zurückgleiten schlägt die Patella gegen den lateralen Femurkondylus: Ein osteochondrales Fragment der medialen Facette (oder des Kondylus) kann frei im Gelenk liegen. Ein grosses Fragment wird refixiert, ein kleines entfernt.

Behandlung

Erstluxation
Reposition durch Streckung des Knies, Orthese nach Bedarf, Physiotherapie (Quadrizeps- und Hüftkontrolle).
Osteochondrale Fraktur
Arthroskopische oder offene Refixation eines grossen Fragments, Entfernung eines kleinen, meist mit MPFL-Naht.
Rezidivierend
MPFL-Rekonstruktion, zusätzlich Tuberositas-tibiae-Osteotomie oder Trochleaplastik bei ausgeprägten anatomischen Risikofaktoren.

Nachbehandlung

Rückkehr zum Sport nach 3–6 Monaten, wenn die Kraft wiederhergestellt ist.

Komplikationen

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