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AC-Gelenksluxation

Rockwood I–VI

AC- und korakoklavikuläre Bänder

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Ein Sturz auf die Schulterhöhe drückt das Akromion nach unten, während die Klavikula bleibt: Zuerst reissen die akromioklavikulären Bänder, dann die korakoklavikulären (Lig. conoideum und Lig. trapezoideum). Je mehr Bänder reissen, desto höher steht die laterale Klavikula.

AC-Gelenksprengung (Tossy III / Rockwood III), Belastungsaufnahme
AC-Gelenksprengung (Tossy III / Rockwood III), Belastungsaufnahme. Mit 10 kg Gewicht steht die rechte laterale Klavikula deutlich über dem Akromion im Vergleich zur normalen linken Seite. — Hellerhoff, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons.

Mechanismus

Direkter Sturz auf die Schulterspitze bei adduziertem Arm (Velofahren, Kontaktsport).

Klinik

Bildgebung

Klassifikation

I
AC-Distorsion, keine Dislokation.
II
AC gerissen, CC intakt; weniger als 25% Dislokation.
III
AC und CC gerissen; 25–100%.
IV
Klavikula nach dorsal in den M. trapezius disloziert.
V
100–300% Dislokation nach kranial, deltotrapezoidale Faszie abgelöst.
VI
Klavikula unterhalb des Korakoids.

Typen in 3D

Rockwood I
Distorsion der akromioklavikulären Bänder; das Gelenk ist nicht disloziert.
Rockwood II
AC-Bänder gerissen, korakoklavikuläre (CC) Bänder intakt: Die Klavikula steht um weniger als ihre eigene Dicke hoch.
Rockwood III
AC- und CC-Bänder gerissen: Die laterale Klavikula steht um 25–100% hoch (in Wirklichkeit sinkt die Schulter unter dem Gewicht des Arms ab). Die meisten werden konservativ behandelt.
Rockwood IV
Die laterale Klavikula wird nach dorsal durch oder in den M. trapezius getrieben. Sichtbar in der axialen Aufnahme. Operativ.
Rockwood V
Ausgeprägte Dislokation nach kranial (100–300%): Die deltotrapezoidale Faszie ist von der Klavikula abgelöst. Operativ: Hakenplatte oder korakoklavikuläre Rekonstruktion.

Behandlung

Typen I–II
Armschlinge nach Bedarf, frühe Mobilisation; Rückkehr zum Sport nach 2–6 Wochen.
Typ III
Meist konservativ; Operation bei Schwerarbeitern, Überkopfsportlern oder bei persistierenden Schmerzen und Skapuladyskinesie.
Typen IV–VI
Reposition und Stabilisierung: Hakenplatte, korakoklavikuläre Suture-Button-Fixation oder Bandrekonstruktion (anatomische CC-Rekonstruktion) bei chronischen Fällen.

Nachbehandlung

Hakenplatten werden nach etwa 3 Monaten entfernt.

Komplikationen

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