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Klavikulafraktur

AO/OTA 15.2

Schaftmitte, disloziert

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Die häufigste Fraktur des Schultergürtels, meist im mittleren Drittel. Der M. sternocleidomastoideus hebt das mediale Fragment an; das Gewicht des Arms und der M. pectoralis major ziehen das laterale Fragment nach kaudal und medial und verkürzen so die Klavikula.

Dislozierte Klavikulaschaftfraktur
Dislozierte Klavikulaschaftfraktur. Das laterale Fragment ist abgesunken und die Klavikula verkürzt. — Ramessos, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons.

Mechanismus

Sturz auf die Schulter (meist), manchmal auf die ausgestreckte Hand; Sport und Radfahren.

Klinik

Bildgebung

Klassifikation

15.1
Mediales Ende.
15.2
Schaft: A einfach, B Keil, C mehrfragmentär.
15.3
Laterales Ende (Neer/Craig: dislozierte Frakturen medial der Ligg. coracoclavicularia sind instabil).

Typen in 3D

15.1
Mediales Ende (selten). Sternoklavikuläre Luxation ausschliessen (CT); eine dorsale Dislokation kann die grossen Gefässe komprimieren.
15.2A
Schaft, einfach: Das mediale Fragment steigt auf (M. sternocleidomastoideus), das laterale sinkt mit dem Arm ab und verkürzt sich.
15.2B
Schaft, Keil (oft ein unteres Biegungskeilfragment): höheres Pseudarthroserisiko bei Dislokation und Verkürzung.
15.3 (Neer II)
Laterales Ende, medial der oder zwischen den Ligg. coracoclavicularia: Das mediale Fragment wird nach oben gezogen und die Schulter sinkt ab. Instabil: Hakenplatte oder korakoklavikuläre Fixation.

Behandlung

Konservativ
Die meisten Schaftfrakturen: Armschlinge zur Schmerzlinderung für 2–3 Wochen, frühe Pendel- und Bewegungsübungen. Konsolidierung in > 85%, selbst bei Dislokation.
Operativ
Offene Frakturen, gefährdete Haut, neurovaskuläre Verletzung, Floating Shoulder und (nach Besprechung mit dem Patienten) vollständige Dislokation mit > 2 cm Verkürzung bei aktiven Erwachsenen: superiore oder anteroinferiore Platte oder intramedullärer Nagel. Instabile laterale Frakturen: Hakenplatte oder korakoklavikuläre Fixation.

Nachbehandlung

Schweres Heben und Kontaktsportarten bis zur Konsolidierung vermeiden (etwa 3 Monate).

Komplikationen

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