Leistenbruch: Verschluss mit einem Netz (Lichtenstein)
Leistenbruch · offene Netzplastik
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- Indirekter Bruch (durch den Leistenkanal)
- Direkter Bruch (durch die schwache Hinterwand)
Worum es geht
In der Leiste hat die Bauchwand eine natürliche Schwachstelle, den Leistenkanal. Ein Bruch ist eine Ausstülpung des inneren Bauchfells, oft mit Fett oder Darm darin, die sich durch diese Schwachstelle drückt. Er zeigt sich als Vorwölbung, die beim Husten, Stehen oder Heben grösser wird und im Liegen wieder zurückgeht.
Warum eine Operation
Ein Bruch schliesst sich nicht von selbst und wird meist grösser. Selten wird Darm darin eingeklemmt: Das ist schmerzhaft und ein Notfall. Bei den meisten verschliesst die Operation die Schwachstelle dauerhaft. Bei Männern kann ein kleiner Bruch ohne Beschwerden manchmal einfach beobachtet werden; bei Frauen wird meist zu einer Operation geraten. Ihr Chirurg bespricht dies mit Ihnen.
So wird operiert
Über einen Schnitt von etwa 5 bis 7 cm oberhalb der Leistenfalte schiebt der Chirurg den Bruch in den Bauch zurück. Dann wird ein dünnes Kunststoffnetz auf die Hinterwand des Kanals gelegt und festgenäht, mit einem kleinen Schlitz für den Samenstrang. Das Netz verstärkt die Wand, und Ihr eigenes Gewebe wächst in das Netz ein. Die Operation dauert meist etwa eine Stunde.
Narkose und Spitalaufenthalt
Die Operation ist in Vollnarkose, mit Betäubung des Unterkörpers (Spinalanästhesie) oder in örtlicher Betäubung möglich. Viele gehen am selben oder am nächsten Tag nach Hause.
Mögliche Risiken
- Bluterguss und Schwellung in der Leiste oder am Hodensack — häufig, bildet sich innerhalb weniger Wochen zurück
- Taube Hautstelle in der Nähe der Narbe — häufig, bessert sich oft im Lauf von Monaten
- Leistenschmerzen, die länger als drei Monate anhalten — etwa 1 von 10, meist leicht; etwa 2 von 100 haben Schmerzen, die den Alltag einschränken
- Der Bruch tritt wieder auf — etwa 1 bis 3 von 100
- Wundinfektion; Infektion des Netzes — etwa 1 von 100; eine Infektion des Netzes ist selten
- Schwierigkeiten beim Wasserlösen direkt nach der Operation — einige von 100, meist vorübergehend
- Durchblutungsstörung des Hodens — selten, weniger als 1 von 100
Nach der Operation
Sie dürfen am selben Tag gehen und normal essen. Die Leiste schmerzt ein bis zwei Wochen; gewöhnliche Schmerzmittel helfen. Lassen Sie sich vom Schmerz leiten: Die meisten nehmen leichte Arbeit und Alltagsaktivitäten innerhalb von ein bis zwei Wochen wieder auf, schwere Arbeit und Sport, sobald es sich gut anfühlt, oft nach zwei bis vier Wochen. Autofahren dürfen Sie, wenn Sie ohne Schmerzen kräftig bremsen können.
Häufige Fragen
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