Alle Lektionen › Herz & EKG · 8 Min.
Echokardiographie: die Standardschnitte und die koronaren Versorgungsgebiete
Wo der Schallkopf hinkommt und was jede Einstellung schneidet: parasternale lange und kurze Achse, apikaler Vier- und Zweikammerblick — das Herz in 3D in dieser Ebene geschnitten, jede sichtbare Wand nach der versorgenden Koronararterie eingefärbt.
Das 3D-Modell dreht sich, hebt jede Struktur hervor und beschriftet sie, während Sie lesen. Kostenlos im Browser, mit kurzem Quiz am Ende.
Lektion in 3D starten →1. Parasternale lange Achse
Schallkopf am linken Sternalrand (3.–4. Interkostalraum), Markierung zur rechten Schulter. Der Schallstrahl schneidet das Herz entlang seiner langen Achse: oben der rechtsventrikuläre Ausflusstrakt, dann das Septum, das Cavum des linken Ventrikels und die inferolaterale Wand; an der Basis Aortenwurzel und Mitralklappe, dahinter der linke Vorhof.
Aus der Chirurgie: Die erste Einstellung jeder Echokardiografie: Grösse der Aortenwurzel, Klappenöffnung, Wanddicke und ein kurzer Blick auf Perikarderguss — der sich hinter dem linken Ventrikel, vor der Aorta descendens, sammelt.
2. Parasternale kurze Achse
Aus demselben Fenster schneidet der um 90° im Uhrzeigersinn gedrehte Schallkopf den linken Ventrikel quer, wie einen Donut: hier auf Höhe der Papillarmuskeln. Der rechte Ventrikel legt sich vorne um ihn. Alle drei koronaren Versorgungsgebiete sind in einem Ring zu sehen.
Aus der Chirurgie: Ein druckbelasteter rechter Ventrikel (Lungenembolie, pulmonale Hypertonie) drückt das Septum in dieser Ansicht zu einem „D“ ab.
3. Apikaler Vierkammerblick
Schallkopf am Herzspitzenstoss (meist 5. Interkostalraum, Medioklavikular- bis vordere Axillarlinie), auf die rechte Schulter gerichtet. Alle vier Kammern erscheinen mit der Spitze oben: das Septum in der Mitte, die Lateralwand des linken Ventrikels auf der einen Seite, der rechte Ventrikel auf der anderen, die Vorhöfe sowie Mitral- und Trikuspidalklappe unten.
Aus der Chirurgie: Die Trikuspidalklappe setzt etwas näher an der Herzspitze an als die Mitralklappe – dieser Versatz identifiziert die rechte Seite; ein übermässiger Versatz ist die Ebstein-Anomalie.
4. Apikaler Zweikammerblick
Von der Herzspitze aus nimmt der um etwa 60° gegen den Uhrzeigersinn gedrehte Schallkopf das rechte Herz aus dem Bild: Nur linker Ventrikel und linker Vorhof bleiben, mit der Vorderwand auf der einen und der Hinterwand (inferior) auf der anderen Seite.
Aus der Chirurgie: Vier- und Zweikammerblick zusammen ergeben die biplane Ejektionsfraktion (Simpson): normal etwa 50–55% oder mehr.
5. Welche Wand, welche Arterie?
Eine Wand, die sich schlecht (hypokinetisch) oder gar nicht (akinetisch) bewegt, weist auf ihre Arterie hin: Vorderwand, vorderes Septum und Herzspitze – RIVA; anterolaterale und inferolaterale Wand – Ramus circumflexus; Hinterwand (inferior) und inferiores Septum – rechte Koronararterie. Tippen Sie im Panel auf die Schnittebenen, um die Wände zu sehen, die jede zeigt.
Aus der Chirurgie: Eine neue regionale Wandbewegungsstörung bei einem Patienten mit Thoraxschmerz und nicht diagnostischem EKG stützt eine akute Ischämie; eine normale Wandbewegung bei anhaltendem Schmerz macht eine ausgedehnte Ischämie unwahrscheinlicher, schliesst sie aber nicht aus (kleine Infarkte oder solche im Circumflex-Gebiet können übersehen werden). Die inferolaterale Wand und die Hinterwand (inferior) variieren mit dem Versorgungstyp; die Herzspitze variiert damit, wie weit der RIVA um sie herumreicht, und anterolaterale Segmente können von Diagonalästen des RIVA versorgt werden.
Das 3D-Modell dreht sich, hebt jede Struktur hervor und beschriftet sie, während Sie lesen. Kostenlos im Browser, mit kurzem Quiz am Ende.
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